In Simmerath wird ein echter Bürgerwindpark eröffnet

Dank der Einnahmen aus Windkraft bleiben die Grund- und Gewerbesteuern in Simmerath niedrig.
Jan Heinisch (v.li.), Frank Brösse, Bürgermeister Bernd Goffart und Daniel Scheen-Pauls besuchten den Windpark in Lammersdorf. FOTO: GEMEINDE SIMMERATH

Das Ziel ist ein gemeinsames. Aber der Weg dorthin unterschiedlich. Ein gelungenes Beispiel, wie Einwohner an diesem grünen Weg hin zu ausschließlich erneuerbaren Energien teil haben können, zeigt sich in Simmerath. Davon konnte sich nun eine Abordnung der CDU-Landtagsfraktion im Windpark Lammersdorf überzeugen. Vertreter aus der Landespolitik machten sich vor Ort gemeinsam mit Bürgermeister Bernd Goffart und Stawag-Geschäftsführer Frank Brösse ein Bild davon, wie eine Kommune aus einem Windpark im Idealfall einen finanziellen und ökologischen Nutzen ziehen könnte.

"Der Windpark in Lammersdorf ist ein echter Bürgerwindpark, denn von ihm profitieren alle Simmerather direkt", so Bürgermeister Bernd Goffart. "Anders als in üblichen Bürgerwindparks profitiert bei uns die Gesamtbevölkerung anstatt einzelner, privater Investoren." Im Falle des Lammersdorfer Windparks erziele die Gemeinde Einnahmen durch die Verpachtung der gemeindeeigenen Flächen, durch eine Gewinnbeteiligung, durch die Gewerbesteuer des Windparks und erhalte zusätzlich 0,2 Cent pro produzierter Kilowattstunde Strom.

Die Summe dieser Einnahmen spiegele sich deutlich im Gemeindehaushalt nieder und sei ein entscheidender Faktor für die im regionalen Vergleich niedrigen Grund- und Gewerbesteuern in Simmerath.

Die generierten Einnahmen würden auf diesem Wege an alle Simmerather weitergegeben, erklärte der Bürgermeister.

Bereits jetzt produziert die Gemeinde Simmerath knapp 184 Prozent ihres eigenen Strombedarfes regenerativ und exportiert sogar umweltfreundlich erzeugten Strom. Maßgeblich hierfür sind die derzeit 22 Windkraftanlagen, zu denen in diesem Jahr zwei weitere in Lammersdorf und im nächsten Jahr acht weitere im Buhlert hinzukommen sollen.

Der stellvertretende CDU-Landtagsfraktionsvorsitzende Jan Heinisch und der CDU-Wahlkreisabgeordnete Daniel Scheen-Pauls wünschen sich, dass Simmerath Vorbild für viele andere Kommunen in NRW sein wird.      (red)